Botschaft der KlimaKuriere

Die Botschaft der KlimaKuriere –

von Cochabamba nach Cancún!

Wir, die KlimaKuriere, möchten Ihnen unsere Zweifel zum Ausdruck bringen, dass die ge­genwärtigen internationalen Klimaverhandlungen in Cancun die Klimakrise auf eine gerechte Weise lösen werden. Deshalb überbringen wir Ihnen hiermit die Forderungen der alternativen Klimakonferenz von Cochabamba und fordern Sie auf, sich dafür einzusetzen, dass sie Ein­gang in ein neues, global gerechtes Klima-Abkommen finden.

Wenn die globale Erwärmung über 2 Grad C ansteigt, wohin uns die sogenannte „Kopenhage­ner Vereinbarung“ führen würde, ist damit zu rechnen, dass die unserer Erde zugefügten Schäden  irreversibel sein werden. Ca. 30% der Arten wären in Gefahr zu verschwinden. Große Waldflächen wären betroffen, die Dürren und Überschwemmungen würden viele Re­gionen des Planeten schädigen und die Wüsten würden sich ausdehnen. Das Abschmelzen der Pole und der Gletscher in den Anden sowie im Himalaja würde sich beschleunigen. Viele In­selstaaten würden verschwinden, und Afrika würde einen Temperaturanstieg um mehr als 3 Grad Celsius erleben. Auch die Produktion von Nahrungsmitteln in der Welt würde darunter leiden, was katastrophale Auswirkungen auf die Überlebenschancen der Bewohner weiter Regionen der Erde hätte. Die Zahl der Hungernden in der Welt, die bereits heute eine Milliarde Menschen übersteigt, würde dramatisch zunehmen.

Während das Weltklima und die Ökosysteme immer weiter aus dem Gleichgewicht zu geraten drohen, herrschen bei den Klimaverhandlungen , die momentan in Cancún, Mexiko, stattfin­den, aber weiterhin kurzfristige Industrieinteressen und national verkürzte Sichtweisen vor.

Während der Klimaverhandlungen möchten wir deshalb die an den Verhandlungen teilneh­menden Staaten und die Weltöffentlichkeit daran erinnern, dass ein anderes Klimaabkommen möglich und notwendog ist.

Als KlimaKuriere senden wir Ihnen deshalb einen Teil des aus der „Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel und die Rechte von Mutter Erde“ (April 2010) im bolivianischen Cochabamba resultierenden Verhandlungstextes.

Den an der Weltkonferenz der Völker beteiligten Staaten des Südens gelang es nämlich, eini­ge der Forderungen der Weltkonferenz in die offiziellen Klimaverhandlungen einzubringen.

So liegen unter anderem die folgenden Forderungen seitdem auf dem Verhandlungstisch:

  • Limitierung des Temperaturanstiegs auf 1°C
  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mehr als 50% bis 2017
  • Anerkennung von Klimaflüchtlingen
  • Keine neuen Emissionshandelsmodelle
  • 6% des Bruttoinlandsproduktes der Industrieländer sollen für die Finanzierung von Maßnahmen gegen den Klimawandel sowie für die Abmilderungen seiner Effekte in Entwicklungsländern gegeben werden

Wir fordern, dass diese Kernelemente aus dem Abkommen der Völker Eingang in einen glo­balen Klimavertrag finden. Denn ein globales Abkommen darf nicht nur besänftigen, es muss auch wirken!

Die KlimaKuriere

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